
De: Studie darüber, wie das Gehirn beim Autofahren Aufmerksamkeit und Gedächtnis gleichzeitig bewältigt und warum mentale Überlastung die Fahrleistung verschlechtern kannEn: Study on how the brain struggles to juggle attention and memory while driving and why mental overload can affect driving performance
| Author | Moritz Held, Jochem W. Rieger, Jelmer P. Borst |
|---|---|
| Category | Neuroscience |
| Description | Multitasking beim Autofahren: Zentraler Engpass oder Interferenz von Problemzuständen? - Multitasking While Driving: Central Bottleneck or Problem State Interference? |
| Keywords | Cognitive modellingHuman Computer InteractionDriver behaviourMental workload> |
| link | https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/00187208221143857 |
Autofahren erfordert ständige Aufmerksamkeit auf die Straße. Wir wollten herausfinden, warum das Hinzufügen einer Gedächtnisaufgabe (zum Beispiel Zahlen im Kopf behalten) das Fahrverhalten verschlechtert. Die Teilnehmenden fuhren in einem Simulator während sie Gedächtnisaufgaben bearbeiteten, die zunehmend anspruchsvoller wurden. Dabei beobachteten wir ihr Lenkverhalten und wie gut sie ihre Spur halten konnten. Mit steigender Schwierigkeit der Gedächtnisaufgaben nahmen die Lenkbewegungen ab und die Spurhaltung wurde ungenauer. Einfach zusammengefasst: Die Fahrer*innen lenkten seltener und das Auto driftete öfter ab. Zusätzlich haben wir über simple regelbasierte Annahmen Vorhersagen über dieses Verhalten getroffen. Beispielsweise reagierten die Fahrer*innen auf bestimmte Art und Weise, wenn etwas Bestimmtes auf der Straße passiert. Durch die Kombination vieler solcher einfachen Regeln konnten wir komplexes Fahrverhalten vorhersagen, wenn Personen versuchten, zwei Aufgaben gleichzeitig auszuführen. Die Ergebnisse legen nahe, dass anspruchsvolle Gedächtnisaufgaben geistige Ressourcen beanspruchen, die eigentlich benötigt werden, um die Position des Fahrzeugs im Blick zu behalten während man die Straße beobachtet. Dadurch verschlechtern sich kleine, aber wichtige Fahrfertigkeiten.
Driving needs steady attention to the road. We wanted to know why adding a memory task (like keeping numbers in your head) makes driving worse. People drove in a simulator while they also did memory tasks that got harder. We watched their steering and how well they stayed in their lane. As the memory task became harder, drivers made fewer steering adjustments and their lane keeping became less precise. In simple terms, they steered less often and the car drifted more. We also made predictions about this behavior using simple rule-based ideas about how people think while driving. For example, if something happens on the road, the driver’s mind responds in a particular way. By combining many of these simple rules, we were able to predict complex driving behavior when people tried to do two tasks at once. The patterns suggest that demanding memory tasks use mental resources needed to keep track of where the car should be while watching the road. This makes small but important driving skills worse.