De: Mobiles EEG beim SchwimmenEn: Feasibility of Measuring Brain Activity with Mobile EEG During Swimming

AuthorMelanie Klapprott & Stefan Debener
CategoryNeuroscience
DescriptionDiese Studie untersucht, ob mobiles EEG die Gehirnaktivität während des Schwimmens zuverlässig messen kann - This study examines whether mobile EEG can reliably measure brain activity during swimming
KeywordsMobile EEGSwimmingP300Dual-tasking
linkhttps://doi.org/10.3389/fnhum.2024.1466853

Diese Studie befasst sich mit der Messung von mobilem EEG während des Schwimmens und zeigt, dass Gehirnaktivität auch bei Ganzkörperbewegungen in extremen Umgebungen erfasst werden kann. Ziel war es zu untersuchen, ob Wechselwirkungen zwischen Denken und Bewegung (kognitiv-motorische Interferenz [CMI]) messbar sind, während Menschen aktiv schwimmen, da bislang wenig über die Durchführbarkeit von EEG-Messungen im Wasser bekannt ist. Um dies zu untersuchen, nutzten wir eine „Piepton-Zählaufgabe“, während die Teilnehmenden entweder saßen oder schwammen. Gleichzeitig wurde das EEG gemessen, um Reaktionen des Gehirns zu analysieren, die auf das Wahrnehmen der Pieptöne im Allgemeinen („N100“-Signal) und auf die Verarbeitung bedeutsamer Töne („P300“-Signal) hinweisen. Wir fanden stabile N100-Signale in allen Bedingungen des Experiments, was zeigt, dass die EEG-Messung zuverlässig funktionierte und die Teilnehmenden die Töne gut hörten. Veränderungen im P300-Signal waren hingegen nur gering, was darauf hindeutet, dass CMI-Effekte nicht konsistent messbar waren. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass mobile EEG-Messungen während des Schwimmens möglich sind. Dies ist bedeutsam, da es zeigt, dass die Neurowissenschaften Fortschritte darin machen können, das Gehirn während natürlicher Bewegungen zu untersuchen, selbst in extremen Umgebungen. Zukünftig könnte dies zu einem besseren Verständnis kognitiver Prozesse in Alltagssituationen beitragen.


This study is about measuring mobile EEG during swimming, showing how brain activity can be recorded during full-body movements in extreme environments. We wanted to understand whether cognitive-motor interference (CMI) can be measured while people actively swim, since little is known about EEG feasibility in water. To explore this, we used a “beep tone counting” task while participants sat or swam, recording EEG to evaluate responses that indicate the detection of the beep tones (“N100” signal) and the processing of important tones (“P300” signal) on the brain level. We found robust N100 signals across all conditions, meaning the EEG setup worked well and the participants heard the tones, and only limited changes in P300, suggesting CMI effects were not consistently measurable. We found that mobile EEG recordings during swimming are feasible, which is important because it shows that neuroscience can advance in studying the brain during natural movement, even in extreme settings. In the future, this could lead to better understanding of cognition in real-life situations.